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Guaraqueçaba

guaraqueçaba
Reisen & Urlaub / Brasilien – Guaraqueçaba (Bundesstaat Paraná) liegt 170 km nordöstlich von Curitiba und ist das Tor zum Nationalpark Superagüi (siehe Karte). Guaraqueçaba bedeutet auf Tupi - Guarani soviel wie "Landung des Guará", ein roter Vogel dem die Stadt ihren Namen verdankt.

Die ersten Berichte der Guaraqueçaba - Region stammen aus dem Jahre 1630 von Gabriel de Lara, dem Gründer des Kapitanates von Paranaguá, welcher zu dieser Zeit in der benachbarten Serra Negra auf Gold stieß und damit zahlreiche Goldgräber und Abenteurer anzog. Um 1770 waren es die Missionare aus dem Hause Missões de Cananéia, die auf der Nachbarinsel Superagüi eine regligiöse Mission errichteten, um die hier lebenden Carijó - Indianern zu missionieren.

Die Errichtung der Kapelle Bom Jesus dos Perdões am Fuße des Quitumbê - Hügels gegen Ende des 18. Jahrhunderts ist gleichzeitig der Beginn der ersten Siedlung in Guaraqueçaba. Hinter der Kapelle führt ein schmaler Pfad auf die Kuppe des Hügels, von dem man eine wunderbare Aussicht auf die vorgelagerte Bucht und deren Inseln hat. Zahlreiche Perönlichkeiten aus Brasilien und dem Ausland besuchten oder lebten in Guaraqueçaba und Umgebung und berichteten von der Schönheit der hiesigen Natur und deren Ökosysteme.

Neben dem deutschen Schiffsbrüchigen Hans Staden aus Hessen, ist hier besonders der Maler und Linguist Julis Platzmann hevorzuheben, der zwischen 1858 und 1864 auf der kleinen Pinheiro - Insel wohnte und sich in dieser Zeit intensiv mit der Grammatik und Sprache der lokalen Indianer auseinandersetzte. Nach der Rückkehr in seine Heimat veröffentlichte er das erste tupí - deutsche Wörterbuch .

Guaraqueçaba hatte seine goldenen Jahre von der Mitte des letzten bis zum Anfang des heutigen Jahrhunderts. Seine Wirtschaft basierte auf der Produktion von Reis und Bananen sowie dem Abbau wertvoller Harthölzer. Es hatte viele Anzeichen der großen Städte in dieser Zeit, wie zwei Zeitungen, O Paraná (1900) und A Reação (1917), ein Schützenclub, Miss - Wahl, Literatur- und Musik - Club sowie eine Telegrafenleitung.

Die Entwicklung Guaraqueçabas war langsam, wie das Beispiel der elektrischen Energie zeigt, die erst 1890 in die Stadt kam. Bis dahin wurde das Licht von Generatoren erzeugt, maximal bis 10 Uhr abends. Der staatlichen Energiegesellschaft Copel ist es zu verdanken, daß heute die meisten der kleinen Fischergemeinschaften auf den benachbarten Inseln mit Solarenergie ausgestattet sind. Allerdings gestalten sich Reperatur und Instandhaltung dieser Anlagen schwierig, aufgrund des Fehlens entsprechender Ersatzteile.

Einer der wesentlichen Versuche die Wirtschaft der Region wieder anzukurbeln war der Bau der Verbindung Antonina - Guaraqueçaba (Rodovia Estadual PR - 404) Anfang 1951, gedacht als Teil der BR - 101, einer küstennahen "Super- Straße" zwischen São Paulo und Curitiba. Es dauerte 21 Jahre, bis die 100 km lange Straße eingeweiht werden konnte und von der bis heute lediglich 20 km asphaltiert sind. Die Verlängerung dieser Straße bis in den Bundesstaat São Paulo wurde dank der Proteste verschiedener Umweltorganisationen nie fertiggestellt – Regenwald Touren / Brasilien.

Siehe auch Touren: São Paulo - Curitiba (Geführt)
                                   São Paulo - Curitiba (Karten - Set)